Aupair in den USA

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Home Schooling in Amerika

In den USA – im Gegensatz zu Deutschland - ist das sogenannte Home Schooling System sehr beliebt. Doch was versteht man genau unter Home Schooling?

Eigentlich ist Home Schooling das Unterrichten von Kindern zuhause. Das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Eltern die eigenen Kinder unterrichten. Auch Kinder aus der Nachbarschaft können sich anschließen und von Eltern unterrichtet werden. Es gibt die verschiedensten Gründe, warum sich Eltern für solche Bildungsmaßnahmen entscheiden. Außerdem variieren die Regulierungen in Amerika auch sehr stark von Staat zu Staat. Rhode Island, Massachusetts und Washington haben beispielsweise stärkere Auflagen, die Eltern erfüllen müssen, um ihre Kinder zuhause unterrichten zu können. Texas hingegen hat fast keine Regulierungen. Auch in Bezug auf den Stundenplan gibt es sehr unterschiedliche Vorschriften. Oft hängt es von der Fähigkeit und der Bereitschaft der Eltern ab, wie die Kinder unterrichtet werden.

Die Gründe für das Unterrichten der Kinder zuhause sind sehr verschieden. Manche Eltern in den USA sind mit dem Bildungssystem nicht zufrieden und möchten ihre Kinder auf andere Weise unterrichten. Außerdem könnten andere Lerntechniken zuhause besser angewendet werden und individuell auf das Kind abgestimmt werden. Der Hauptgrund liegt jedoch in Amerika im Bereich der Religion. Einige Eltern wollen ihre Kinder mit einer gewissen religiösen Ausrichtung erziehen und erachten die Bildung in der Schule als nicht ausreichend. Außerdem werden viele Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen zuhause unterrichtet. Ein weiterer Punkt ist, dass in Amerika viele Familien weiter außerhalb leben und somit der Weg zur Schule für die Kinder sehr lang ist. Home Schooling könnte somit eine gute Alternative darstellen.

Dennoch wird argumentiert, dass Home Schooling viele negative Aspekte für die Kinder hat. So könnten sie beispielsweise keine ausreichende Sozialkompetenz entwickeln, da sie nicht in ständigen Kontakt mit Gleichaltrigen stehen. Da sie sich hauptsächlich zuhause mit ihren Eltern aufhalten, lernen sie oft nicht, wie sie mit schwierigen Situationen, die oft in der Schule aufkommen, umgehen können. Außerdem sind viele Eltern nicht qualifiziert genug, um ihren Kindern eine angemessene Bildung zu vermitteln. Ein besonders kritischer Punkt ist außerdem, ob die Kinder überhaupt unterrichtet werden. Zumeist gibt es keine Aufsichtspersonen, die kontrollieren, wie viele Stunden die Kinder unterrichtet werden.

Jedoch gibt es auch einige positive Punkte an diesem System. Kinder können beispielsweise in ihrer gewohnten Umgebung lernen, ohne negative Einflüsse von Mitschülern. Dadurch können sie Themen möglicherweise besser aufnehmen. Außerdem gibt es zuhause bei den Eltern mehr Möglichkeiten Fragen zu stellen, als in einem Klassenverband von 20-30 Schülern. Darüber hinaus könnte sich durch dieses System das Eltern-Kind-Verhältnis stärken, was für die ganze Familie positiv wäre. Eltern können sich zudem auf Themen fokussieren, an denen das Kind Interesse zeigt. Dadurch könnte das Lernen mehr Freude schaffen. Für die Eltern wäre ein weiterer Vorteil, dass sie die Unterrichtszeit nach ihren persönlichen Präferenzen einteilen könnten.

In Deutschland wäre ein solches System undenkbar. Hier gibt es so viele Regulierungen und Beschränkungen bezüglich unseres Schulsystems, dass sich ein Deutscher kaum vorstellen könnte, dass es möglich wäre, seine Kinder zuhause zu unterrichten. Außerdem ist es fraglich, ob ein Schüler ohne Abschluss auf dem Arbeitsmarkt eine Chance hätte.


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