Aupair in den USA

Gastfamilienwechsel/ Gastfamilienwechsel

Familienwechsel - "Rematch"

Trotz guter Vorbereitung und klaren Absprachen kann es zu Problemen zwischen Gastfamilie und Au Pair kommen. Manchmal stimmt einfach die Chemie nicht, ein anderes Mal war eine der beiden Parteien im Vorfeld nicht ehrlich über Erwartungen oder über die Persönlichkeit der Gastfamilie oder des Au Pairs, manchmal hat man unlösbare Schwierigkeiten mit einem der Kinder-Gründe für den Wunsch, die Familie bzw. das Au Pair zu wechseln, kann es viele geben. Wenn du als Au Pair glaubst, mit deiner Gastfamilie nicht klar zu kommen, solltest du nicht überstürzt handeln und auf ein Rematch drängen. Vor allem ist es wichtig, die Schuld nicht nur bei der Gastfamilie zu suchen. Viele Probleme sind auf einfache Missverständnisse,die oft aus kulturellen Unterschieden resultieren, zurückzuführen. Auch wenn man es sich als Au Pair in vielen Situationen nicht vorstellen kann, den Gasteltern ist oft überhaupt nicht bewusst, dass sie sich "falsch" verhalten haben und sich das Au Pair auf den Schlips getreten fühlt. Es hilft nur eins: Reden, reden, reden. Das meiste ist mit einem ehrlichen, offenen Gespräch aus der Welt zu schaffen.

Es kommt häufiger vor, als man denkt, dass man selbst als Au Pair das Problem darstellt oder sich nicht korrekt verhält. Das liegt zum einen daran, dass man zu sehr in die Situation involviert ist, um sie objektiv zu bewerten, und zum anderen daran, dass ein Au Pair eben häufig noch sehr jung ist, über wenig Lebenserfahrung verfügt und es auch nicht gewohnt ist, plötzlich "Mutter" zu sein. Auch hier hilft nur, sich der Gastfamilie zu offenbaren, zu erklären, weshalb man sich unverstanden fühlt und ihnen zuhört, wenn sie ihre Sicht der Dinge erklären.

Man muss sich auch darüber im Klaren sein, dass Au Pair und Gastfamilie zwei sich vollkommen fremde Parteien sind, die von einem Tag auf den anderen unter einem Dach zusammen leben. Jeder hat seine Routine und seine Eigenheiten, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Gegenseitiger Respekt ist natürlich unumgänglich.

Die Probleme zu lösen, braucht also Zeit. Wer nach zwei Wochen sagt:"Diese Familie ist nichts für mich/ Diese Familie ist furchtbar" ist naiv und nicht fair. Genauso falsch ist es, die Familie in den ersten Wochen durch eine rosarote Brille zu sehen. Dazu neigt man einfach am Anfang. Zu Beginn ist immer alles toll, die Familie ein Traum, die Kinder Engel. Wenn man dann nach den ersten Wochen die rosarote Brille absetzt, kommt der große Schock und alles sieht viel schlimmer aus, als es ist. Einfacher hat man es, wenn man auch zu Beginn die Augen vor kleinen Ungereimtheiten nicht verschließt, sondern sie sieht, darüber nachdenkt und sie durch Gespräche aus der Welt schafft. In jedem Fall sollte man sich einige Wochen, manchmal Monate Zeit nehmen, um die Probleme zu lösen. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, manchmal geschehen natürlich Dinge, die so gravierend sind,dass ein schneller Wechsel nötig ist.

Manchmal bringen alle Bemühungen und alle Gespräche trotzdem keine Lösung. Vielleicht, weil die Gastmutter einfach nicht einsieht, bzw. ihr überhaupt nie bewusst wird, dass sie die Autorität des Au Pairs dauernd untergräbt, vielleicht, weil das Au Pair einfach nicht sieht oder nicht sehen will, dass es die Kinder unfair behandelt, zu streng oder nicht streng genug ist, oder vielleicht, weil Gasteltern und Familie einfach nicht zusammen passen.
In dem Falle solltest du (spätestens) deinen Counselor aufsuchen. Mit ihm zusammen sollte noch einmal ein letztes Gespräch mit der Gastfamilie stattfinden. Sollte sich dann noch immer keine Lösung zeigen, wird das Rematch eingeleitet. Das Rematch kann bis zu zwei Wochen dauern. Bis dahin muss eine neue Familie gefunden sein - kann das Au Pair bis dahin nicht an eine neue Familie vermittelt werden, muss es in der Regel sofort ausreisen und den Au Pair Aufenthalt beenden. Es gibt keine Garantie dafür, dass eine neue Familie gefunden wird. Die Aussichten sind aber erfahrungsgemäß sehr gut.


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