Ganz groß wird in Amerika der Sport geschrieben. Zu den Nationalsportarten zählt neben American Football vor allem Baseball, Basketball und Eishockey. Auch Fußball ist beliebt, steht jedoch deutlich an fünfter Stelle und genießt kaum internationales Ansehen.
Bedingt durch die Immigrationsgeschichte der USA sind verschiedene Religionen vielfältig vertreten. Neben dem Protestantismus und dem Katholizismus zählen vor allem das Judentum und der Islam zu den großen Religionen. Auch Buddhisten, Hinduisten, Mormonen und andere sind relativ großflächig vertreten. Wegen ihrer Tradition der Nichteinmischung (reguliert durch die Verfassung) in religiöse Angelegenheiten fanden auch viele kleinere Glaubensgemeinschaften zuflucht in den USA, wie zum Beispiel die Amischen, dich hauptsächlich in Pennsylvania und den angrenzenden Bundesstaaten leben, wo sie seit Generationen das einfach Leben ohne jegliche moderne Technologie praktizieren.
Zum wichtigsten Unterhaltungsmedium der USA gehört natürlich der Film. Hollywood als Produktionsstätte ist weltweit bekannt. "Going to the Movies", also ins Kino gehen, ist eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung vieler Amerikaner.
Auch die Musik ist von großer Bedeutung. Der Musiksender MTV ist in den USA geboren. Doch die USA hat nicht nur internationale bekannte, moderne Künstler wie Madonna, Justin Timberlake oder Christina Aguilera zu bieten, sondern ist auch berühmt für die Country-Legende Jonny Cash. Weiterhin prägte Elviy Presley den Rock 'n' Roll, New Orleans gilt als die Wiege des Jazz und Woodstock als die Mutter aller Festivals.
Walt Disney prägte die Entwicklung des Zeichentrickfilms nachhaltig. Nicht nur Mickey Mouse und Donald Duck sind noch heute beliebt, auch Filme wie "Monster AG" oder "Ein Königreich für ein Lama" gelten nicht nur für Kinder als Film-Highlights.
Die Familie ist den meisten Amerikanern sehr wichtig, so sind die meisten großen Feste auch ein Anlass, die einzelnen Familienmitglieder zu treffen, die oft weit verstreut über die ganze Fläche der USA leben. Welche Feste gefeiert wie werden, hängt natürlich von der Gesinnung und häufig auch von der Religion der Familien ab. Eine Hand voll Tage werden jedoch von solch eine großen Menge begangen, dass sie kaum jemandem verborgen bleiben können. Welche das sind und wie sie gefeiert werden, liest du hier.
Bei den Deutschen gilt es als allgemein bekannt, dass Amerikaner vollkommen übertrieben reagieren, oberflächlich und nicht unbedingt ehrlich sind. Das mag richtig sein, ist aber trotzdem falsch. Man kann eine andere Kultur nicht aus seinem eigenen Blickwinkel betrachten, denn dann wird man sie nie verstehen, immer wieder etwas falsch machen und sich ärgern.
Auch wenn die meisten Deutschen das im ersten Moment sicherlich abstreiten würden, im Grunde genommen sind die Amerikaner einfach höflicher:
Auf die Frage an den Freund, wie einem die Hose steht, könnte ein Deutscher etwas sagen wie: "Ach nee, irgendwie nicht so" oder "Die macht einen komischen Hintern". Das würde ein gut erzogener Amerikaner niemals sagen, denn für ihn wäre das eine Beleidigung. Ein klares Nein ist einfach unhöflich. Also umschreibt er das Ganze geschickt mit Worten wie "Ich glaube, die passt nicht gut zu deiner Haarfarbe". Genauso indirekt verhalten sie sich auch in Unterhaltungen. Aussagen wie "I wonder if that is really the right attitude", "You might want to take the kids to the park", "We might want to think that over" klingen recht unsicher,sind aber die amerikanische Art, direkt die Meinung zu sagen. Wer als Deutscher nach solchen Sätzen nur kurz überlegt und dann sagt:"Ach nee, auf Park hab ich grad nicht so Lust", wird sein Gegenüber nicht nur verwirren, sondern wahrscheinlich sogar ziemlich verärgern.
Die Übertriebenheit der Amerikaner, an der sich so viele Deutsche stören, resultiert aus derselben Höflichkeit. Wenn dem Amerikaner ein Geschenk nicht gefällt, würde er das niemals sagen, um die Gefühle des Gebers nicht zu verletzen. Im Zweifelsfall lieber höflich lügen(polite lie), als die Wahrheit zu sagen. Und so bedankt sich der Amerikaner höflich und erwähnt zumindest eine gute Eigenschaft des Geschenks "Thanks, what a nice color". So reagiert jeder Deutsche, der sich wirklich über ein Geschenk freut. Was also tut ein Amerikaner in so einem Fall? Richtig, übertreiben: Nein, wie nett von dir, das hab ich schon mein ganzes Leben gesucht, letztens noch habe ich zu Nancy gesagt, was hätte ich doch gerne mal ein ... und nun sowas, als könntest du Gedanken lesen, was ist das süß und hübsch, ich werd es all meinen Freunden erzählen...Wenn der Deutsche sich schon reichlich verschaukelt fühlt, erst dann ist es richtig.
Wer in den USA nicht ständig anecken will, weil er den Code einer Aussage nicht erkennt und sich nicht immer wieder ärgern möchte, weil er keine klare Meinung von den Amerikanern erhält, sollte sich immer wieder vor Augen führen, weshalb die Amerikaner so sind. Und sich damit abfinden, teilweise unehrliche oder übertriebene Antworten zu bekommen. Der Amerikaner ist eben höflich. Ein Deutscher in Amerika sollte sich anpassen, und vielleicht nicht immer ganz direkt sein.
Am Ende sollte man sich aber doch immer darüber im Klaren sein, dass man in keinem Land von einem Ausländer ein vollkommen korrektes Sozialverhalten erwartet. Gerade Gastfamilien, die Au Pairs einstellen, sind auf kulturelle Unterschiede und Missverständnisse vorbereitet. Zum Teil haben sie auch gerade aus diesem Grund ein Au Pair, um diese Unterschiede einmal kennen zu lernen. Über die meisten missverständlichen Situationen wird dann eben einfach gelacht.