Aupair in den USA

Die USA/ Politik

Das Politische System der USA

In den USA herrscht eine so genannte Präsidialdemokratie. Dies bedeutet, dass der Präsident sowohl Staatsoberhaupt als auch Chef der Regierung ist. Diese Regelung ist bereits in der Verfassung formuliert. Obwohl das Land gerade mal gute 200 Jahre alt ist, besitzt es eine der ältesten Demokratien der Welt. Diese wurde durch die Unabhängigkeitserklärung und die Verfassung Ende des 18. Jahrhunderts etabliert.

Verfassung

Die erste demokratische Verfassung überhaupt trat 1787 in Philadelphia in Kraft. Sie setzt sich aus 7 Artikeln und 27 Zusatzartikeln, den Amendments, zusammen. Die ersten zehn dieser Amendments bilden den Grundsatzkatalog, die Bill of Rights. Dieser nennt die Grundrechte der Bürger, wie z.B. die Meinungs- oder die Religionsfreiheit, das Recht auf Waffenbesitz oder auf Sicherheit.

Föderalismus

Schon in der Verfassung ist definiert, dass die USA ein föderaler Bundesstaat sind, also auf Machtkontrolle und Machtausbalancierung, oder auch "checks and balances" beruht. Dies wiederum beinhaltet eine prinzipielle Gewaltenteilung zwischen dem Zentralstaat und den einzelnen Bundesstaaten. Die relative Schwäche der Regierung in Washington und die vergleichsweise starke Regierung der regionalen Ämter und Institutionen ist also gewollt., denn die Amerikaner haben Angst vor der Übermacht der Regierung. Dies widerspricht dem in Europa weit verbreiteten Klischee der Allgewalt des US-Präsidenten. Die Gewaltenteilung zeigt sich in Form der Exekutive, Legislative, Judikative. Dies sind drei voneinander unabhängige Staatsorgane, die jedoch aufeinander Einfluss haben.

Exekutive

Die Regierung wird durch den Präsidenten geleitet - er bildet die Exekutive und wird alle 4 Jahre direkt von den Einwohnern der USA gewählt. Ein Beispiel für die Gewaltenteilung in der Exekutive ist, dass der Präsident gegen Gesetze des Kongresses ein Veto einlegen kann. Gleichzeitig darf er (im Gegensatz zum Bundeskanzler Deutschlands) kein Mitglied der Legislative sein.

Judikative

Der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) bildet die vollziehende Gewalt und sorgt mit der Rechtsprechung für die Einhaltung der Verfassung. Hier spiegelt sich die Gewaltenteilung in sofern wieder, dass die neun Richter des Gerichtshofes vom Präsidenten vorgeschlagen und vom Senat vereidigt werden.

Legislative

Das gesetzgebende Staatsorgan ist der amerikanische Kongress, der sich aus zwei Kammern zusammensetzt. Zum einen gibt es das Repräsentantenhaus. Jeder Staat stellt eine gewisse Anzahl an Abgeordneten, die Anzahl der Abgeordneten pro Staat ist dabei von der Bevölkerungsgröße des jeweiligen Staates abhängig und wird alle zehn Jahre neu ermittelt. Die zweite Kammer, der Senat, besteht aus insgesamt 100 Mitgliedern. Dabei stellt jeder Staat 2 Senatoren. Der Vorsitz des Senats hat kein Stimmrecht, denn er ist gleichzeitig der Vizepräsident der USA und somit Teil der Exekutive. Durch die Repräsentation der Kongressmitglieder (einerseits abhängig von der Bevölkerungsgröße der Staaten, andererseits unabhängig) wird die Gewaltenteilung zwischen Bund und Staaten gewährleistet. Außerdem kann der Kongress den Präsidenten durch Gesetze und Nichtbewilligungen seiner Ausgabenpläne bestrafen. Andererseits hat der Kongress kein Selbstauflösungsrecht.

Parteien

In den USA haben die zwei größten Parteien das Zepter in der Hand. Die konservativen Republikaner und die liberal-demokratischen Demokraten bildeten sich zu Beginn des letzten Jahrhunderts zu den Machthabern der amerikanischen Regierung heraus. Die Wahlprogramme der Parteien sind jedoch nicht (wie z.B. in Deutschland) landesweit orientiert, sondern vielmehr auf die jeweiligen Wahlkreise ausgelegt, so dass sich die Themen und Meinungen innerhalb der Partei oft von Staat zu Staat unterscheiden.

Wahlen

US-Wahlen sind oft sehr teuer und finanzieren sich größtenteils durch Spenden. Es werden enorme Geldsummen und eine Menge Zeit in den Wahlkampf investiert. Dies gilt vorwiegend für Präsidentschafts-, aber auch für Kongresswahlen. Somit hängen Erfolg und Misserfolg nicht selten von den finanziellen Mitteln der Partei ab. Die nächste Präsidentschaftswahl wird im Jahr 2008 zum 44. Mal in der Geschichte der USA stattfinden. Das Volk wählt den Präsidenten alle vier Jahre direkt. Die Abgeordneten des Senates und des Repräsentantenhauses werden alle zwei Jahre gewählt, beim Senat jedoch jeweils nur ein Drittel der Mitglieder. Die Richter des Supreme Court werden nicht vom den Bürgern, sondern wie bereits erwähnt von der Exekutive und Legislative ins Amt behoben.


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